2020
Singen - das gefährlichste Hobby der Welt
Ab Februar 2020 verbreitete sich das Corona-Virus auch in Deutschland. Das in China erstmals aufgetauchte Virus verbreitete wegen seiner hohen Mortalitätsrate weltweit Schrecken und im März 2020 wurde der erste landesweite Lockdown ausgerufen: das gesellschaftliche Leben erstarb. Und weil eine wissenschaftliche Studie ergeben hatte, dass sich das Virus hauptsächlich über die Atemluft überträgt, wurde Singen zum gefährlichsten Hobby erklärt. Aus diesem Grund blieben Chorproben ohne Abstand und ohne Maske lange Zeit verboten. Viele Chöre überstanden diese harte Zeit nicht.
Anders der RochusChor: Beide Chorleiter suchten nach Wegen zum gemeinsamen Musizieren. Thomas Roß konstruierte in der Dreikönigen-Kirche eine Anlage mit Singboxen für 12 Sänger*Innen, aus denen die Atemluft abgesaugt wurde. Proben waren so in kleiner, stets wechselnder Besetzung möglich. Der Rest des Chores konnte die Probe via Youtube von zu Hause verfolgen und mitüben. Dazu hatten wir ein eigenes Stream-Team etabliert. Auch war es auf diese Weise möglich, Gottesdienste mitzugestalten. Wilfried Kaets testete währenddessen Jamulus, ein neues Tool, mit dem reine Online-Proben möglich waren, sogar mit Band-Begleitung.