Die Chronik der Jahre 2000 bis 2016 wird zeitnah veröffentlicht.
Unsere Chronik
125 Jahre Geschichte
Am 14.November 1900 wurde der Cäcilien-Chor der Pfarre St. Rochus gegründet. Hier kann in der bewegten Geschichte des Chores gestöbert werden. Oder wussten Sie, dass seit 1923 Frauen im Chor mitsingen durften oder dass der Chor 1953 das erste mal im Fernsehen zu sehen war?
1990er Jahre
1990
Wilfried Kaets wird neuer Chorleiter
"Der Neue ist da!" Der Chor singt zum ersten Mal unter der musikalischen Regie von Wilfried Kaets, der mit frisch bestandenem A-Examen die Nachfolge Zimmermanns antritt. In der folgenden Zeit fallen zum vierten Mal in der Geschichte des Chores anlässlich eines Chorleiterwechsels Sätze wie: "Neue Besen kehren gut..." oder "Ein frischer Wind weht!" Vieles verändert sich im Rahmen von Probenarbeit und Aufführungen, neue Wege werden beschritten, der Chor wird 'hart herangenommen', erlebt aber bald schon positive Auswirkungen auf das Musizieren und den Gemeinschaftsgeist. Chor und Gemeinde verabschieden Anton Zimmermann, der nach fast vierzigjähriger Tätigkeit an St. Rochus den von ihm selbst so bezeichneten 'Un-Ruhestand' erreicht hat. Er bleibt dem Chor und der Gemeinde als 'Kantor in Rufweite' erhalten und wirkt weiterhin bei den Orchesteraufführungen des Chores an der Orgel mit.
1991
In der Osternacht musiziert der Chor erstmalig gemeinsam mit dem wiederbelebten Jugendchor. Die guten Erfahrungen im Miteinander und bei der Berührung zweier musikalischer Welten, eröffnen vielversprechende Perspektiven und sind der Beginn einer immer selbstverständlicher werdenden projektbezogenen guten Zusammenarbeit.
1993
Der Kirchenchor bei der Seligsprechung von Duns Skotus
Das Adventkonzert gestaltet der Erwachsenenchor St. Rochus gemeinsam mit dem Chor von St. Barbara
Der Chor wirkt bei dem Festakt im Maternus-Haus zur Seligsprechung von Johannes Duns Skotus mit. Es werden Werke von Benjamin Britten mit der amerikanischen Solistin Suzanne Thorpe, die den Rochuschor in den kommenden Jahren häufig begleiten wird, aufgeführt.
1994
Tod von Pastor i.R. und Chorpräses Aloys Grüning; der Chor gestaltet sowohl seine Totenvesper und das Auferstehungsamt. Dabei wird nochmals seine Lieblingsmesse, die 'Messe zu Ehren des Hl. Franziskus' von Hilber gesungen. Im Bonner Münster singen die „Chöre an St. Rochus" Werke von Benjamin Britten. Noch ist für viele Mitglieder des Erwachsenenchores das Singen in englischer Sprache voller Tücke - aber im Lauf der folgenden Jahre wird selbst hebräischen Texten mit Gelassenheit begegnet werden. Wie war das doch gleich in 1956? Ein großes Erlebnis: Die fünftägige Konzertreise des Erwachsenenchores nach Dresden. Gemeinsam mit Chor- und Orchestergemeinschaft von 'Christi Geburt' aus Köln - Bocklemünd führt der Chor die 'Schöpfung' von Hadyn in der katholischen Hofkirche in Dresden auf. 'Mitgenommen' wurden auch Weimar und die Wartburg.
1995
Auftritt in Erkelenz
Die Chöre an St. Rochus und St. Lambertus / Erkelenz geben ein Konzert in der großen Erkelenzer Stadtkirche mit Werken von Bernstein, Strawinsky und Copland.
1996
Gospel & Soul-Projekt
Beginn des 'Gospel & Soul'- Projektes mit Workshopangeboten und Leitung durch die New Yorker Gospelsolistin und Tänzerin Adrienne Morgan-Hammond. Dies bildet die Grundlage für das in 1998 gemeinsam mit mehreren Gospelchören und einem Projektorchester gestaltete Adventkonzert 'Gospel goes Classic' unter der Leitung von Thomas Roß.
1997
Teilnahme am Kirchenmusik-Festival "Psalmtöne"
Festliches Abschlusskonzert des ersten ökumenischen Kirchenmusikfestivals 'Psalmtöne' in St. Maria Himmelfahrt: Gemeinschaftsprojekt der Chöre an St. Rochus, Johanneskantorei Klettenberg, Chor St. Agnes und des Jugendchores am Kölner Dom. Die Chorwerke von Leonard Bernstein (Chichester Psalms) und Igor Strawinsky (Psalmensinfonie)werden mit großer orchestraler Begleitung aufgeführt und sind Höhepunkt einer langen, anspruchsvollen, aber spannenden Probephase.
1998
Gemeinsam mit den Höhnern gestaltet der Chor den Dankgottesdienst zum Abschluss der Jubiläumssession '175 Jahre Festkomitee Kölner Karneval' in St. Severin. Festakt im Gürzenich zum 40-jährigen Jubiläum der 'Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit'. Der Chor singt sein 'Jüdisches Konzert' mit den Solisten Aron Proujanski und Christine Mann.
Eröffnungskonzert der Diözesanwoche der Kirchenmusik in Groß St. Martin mit experimenteller, elektronisch begleiteter Choralmusik. Das 'Choral-Klangwelten'-Programm wird in den kommenden Jahren innerhalb und außerhalb von St. Rochus mehrfach aufgeführt. Jugend- und Erwachsenenchor wirken bei der Veranstaltung 'Kölsche Weihnacht- et jeit op Hillig-Ovend aan...' in der Kölner Philharmonie mit.
1999
Zu Beginn des doppelten Jubiläumsjahres '50 Jahre Rocholomäus' und '150 Jahre St. Rochus' singen der Erwachsenenchor und der Jugendchor in der traditionellen 'Rocholomäus - Mess op Kölsch' mit kölsch umgetexteten 'Neuen geistlichen Liedern'. Festlicher Wiedereröffnungsgottesdienst der Rochus-Kirche nach mehrmonatiger Umbau- und Renovierungsphase. In Anwesenheit von Herrn Generalvikar Norbert Feldhoff singen alle St. Rochus-Chöre (mit Vor- und Hauptkinderchor) gemeinsam 'Neue Geistliche Lieder'.
WDR-Film über den Kirchenchor: Beginn der Filmaufnahmen des WDR für eine Sendung über den Chor im Rahmen der Reihe ‘Gott und die Welt’, Arbeitstitel: "Singen ist im Chor am schönsten".
Festliche Messe mit Joachim Kardinal Meisner zum Abschluss der Jubiläumswochen '150 Jahre St. Rochus'. Es heißt: "Besser Mozart..." der Chor singt die 'Spatzenmesse', das 'Ave Verum' und das 'Laudate Dominum'. Zum Abschluss des Festjahres '50 Jahre Rocholomäus' findet ein Jazz-Gottesdienst mit dem renommierten 'Steve-Klink-Trio' statt.
1980er Jahre
1980
Papst Johannes Paul II. kommt nach Ossendorf!
Anlässlich des Papstbesuches in Köln wird die Hl. Messe auf dem großen Areal des Butzweiler Hofes zelebriert. Der Chor nimmt an der musikalischen Gestaltung teil. Trotz strömenden Regens, der empfindlichen Kälte und dem knöcheltiefen Matsch ein großes Erlebnis!
1981
Josef Embgenbroich wird neuer Pfarrer in St. Rochus
Abschiedsmesse für Pastor Grüning, der nach 22 Jahren seines Wirkens an St. Rochus in den verdienten Ruhestand tritt. Sein Nachfolger Pastor Josef Embgenbroich gibt später der Funktion des Chorpräses eine neue Richtung und dem Traditionsamt die rote Karte. Er sieht sich als Freund und Fürsprecher der Chormusik und den Sängern eng verbundener Rat- statt Weisungsgeber.
1985
Renovierte Rochus-Kapelle wird eingeweiht
"Et Kapellche es widder op!" Die Chöre von St. Rochus und St. Bartholomäus singen anläßlich der Pfarrprozession mit feierlicher Einweihung der renovierten Rochuskapelle.
1987
60. Geburtstag des Kantors Anton Zimmermann. Als Überraschung führt der Chor unter der Leitung von Paul Knipprath Zimmermanns 'Missa Te Deum Laudamus' auf.
1970er Jahre
1970
Der Chor gestaltet eine Messe in der Justizvollzugsanstalt in Ossendorf.
1975
75-jähriges Jubiläum des Kirchenchores St. Rochus.
Zum bleibenden Andenken an diesen Tag gibt der Chor statt der sonst üblichen Festschrift eine Schallplatte mit der 'Missa Te Deum Laudamus' von Anton Zimmermann, sowie der Bach-Motette 'Jesu meine Freude' heraus. Die Aufführung der Bach-Motette 'Der Geist hilft unserer Schwachheit auf' für achtstimmigen Doppelchor, ist im Rahmen eines der Jubiläumskonzerte der Beginn einer langjährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit des Rochuschores und der Chorgemeinschaft der Nachbarpfarrei St. Barbara.
1976
25-jähriges Dienst- und Ortsjubiläum von Anton Zimmermann. Der Chor feiert seinen Dirigenten mit einer Jubiläumsmesse und einem bunten Abend mit Tanz und Sketchen sowie einem Lied, „das von den Damen des Chores vorgetragen wurde."
1960er Jahre
1962
Aufführung der „Spatzenmesse" von Mozart
"Auf allseitigen Wunsch der Chormitglieder war die Spatzenmesse von Mozart zur Aufführung am Pfingstfest nochmals vorgesehen." Um nicht auf ein Orchester angewiesen zu sein, disponiert Herr Zimmermann den kompletten Orchesterpart für Orgel um. Zur Entlastung des Dirigenten übernimmt Bassist Paul Knipprath mit in der Chronik verzeichnetem großen Geschick den Part des "zusätzlichen Chordirigenten"
1964
Pontifikalamt im Dom aus Anlass der 1000-Jahr Feier der Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige. Der Chor gestaltet diese Messe mit.
1966
Mitwirkung an der Gedächtnisfeier zu Ehren des verstorbenen Kirchenmusikers Heinrich Lemacher im Dom.
1967
40-jähriges Priesterjubiläum von Pastor Grüning. Der Chor macht seinem Präses, der immer wieder durch seine großzügige private Unterstützung Orchesteraufführungen erst ermöglichte, die 'Missa Brevis in D’ von Mozart gesanglich und finanziell zum Geschenk. Für die Bezahlung des Orchesters wird im Chor gesammelt!
1950er Jahre
1950
50-jähriges Jubiläum
Neujahrssingen im St. Franziskus-Hospital. Der Chor erfreut die Kranken mit einigen schönen Weihnachtsliedern. Gemeinsam mit dem Erwachsenenchor singt der im Advent 1949 gegründete Kinderchor, der bei festlichen Veranstaltungen fortan häufig mit von der Partie war.
50-Jahr-Feier des Kirchenchores St. Rochus. Neben einer musikalisch gestalteten Festwoche im Oktober hält der Chor einen Einkehrtag im Dominikanerkloster Walberberg zum Thema der Bedeutung des Chores in der Liturgie.
1951
Eine neue Orgel für St. Rochus
Nach Kriegsende ertönt erstmalig wieder eine unter großen finanziellen Schwierigkeiten erworbene Orgel in der Rochus-Kirche.
Hochzeitsmesse der Chorleiterin Annegret Overzier und Herrn Dr. med. Assenmacher; der Chor singt Palestrina zur Trauung und Distler vor dem Brauthaus. Anlässlich der Feierlichkeiten der Drei-Königen-Oktav kommt es zum erstmaligen Auftritt des Kirchenchores im Kölner Dom." Herr Anton Zimmermann übernimmt von Frau Assenmacher im Oktober die Aufgaben als Organist und Chorleiter. Eine neue Zeit bricht an! Nach dem Motto „Neue Besen kehren gut", halten moderne Arbeitsmethoden und ‘Neue Musik’ Einzug in die Probenarbeit. Der Chorleiter lässt die Sänger im Liegen auf den Tischen des Pfarrsaals die richtige Atemtechnik erspüren und nimmt zur "gesanglichen Gewissenserforschung" eine Chorprobe auf Magnetophon auf.
1952
Palmsonntag - die neu gegründete Knaben-Choralschola hat ihren ersten Auftritt gemeinsam mit dem Chor. Hochamt für die Hochzeitspaare des Chores, die sich in den letzten Wochen vermählt haben, darunter auch der Leiter des Chores, Anton Zimmermann.
1953
Chor und Choralschola im Fernsehen
Erste Fernsehübertragung einer Heiligen Messe aus der Krypta von St. Gereon unter Mitwirkung von Chor und Choralschola St. Rochus. "Eine große Ehre für den Chor und ein großer Erfolg zur Ehre Gottes". Das Hochamt in St. Rochus fiel aus, die Gemeinde sah stattdessen im Pfarrsaal die Übertragung mit einem der ersten Fernsehapparate in Bickendorf.
1955
Kirchenmusikkongress in Köln
Die vereinigten Chöre aus St. Rochus, St. Dreikönigen und St. Anna singen ein Hochamt im Dom. Herr Kardinal Frings lobt die Chöre für die Aufführung der sechsstimmigen 'Missa Gaudeamus' von Victoria als "in jeder Hinsicht vorbildlich!" Die Messe wird auf Tonband aufgenommen.
1956
Hochamt in slawischem Ritus
In St. Rochus wird mit vier Gastpriestern vom „Russischen Kolleg in Rom" ein Hochamt in slawischem Ritus zelebriert. Der Chor hat die liturgischen Gesänge in altrussischer Sprache einstudiert. Die Chronik berichtet vom tiefen Erleben der ostkirchlichen Liturgie durch die vorangegangene, intensive Beschäftigung mit der fremdartigen Harmonik, die schwierig zu erlernende altrussische Aussprache und die damals unübliche Aufstellung im Altarraum, die die Sänger eng in die zeremoniellen Geschehnisse im Altarraum einband.
1957
Aufführung der „Missa Te Deum Laudamus"von Anton Zimmermann
Am Vorabend seines goldenen Priesterjubiläums weiht Dechant Schreiber die neuerworbene, gebrauchte Orgel aus der Stadtpfarrkirche in Moers, die bis heute in der Rochus-Kirche erklingt. Anton Zimmermann macht dem Jubilar die von ihm komponierte ‘Missa Te Deum Laudamus’ zum Geschenk. Sie wird im festlichen Jubiläumshochamt uraufgeführt.
1959
Pfarrer Wilhelm Schreiber stirbt
Der Chor verliert mit Wilhelm Schreiber seinen wichtigsten Fürsprecher und Freund, der in seinen Funktionen als Präses und Pfarrer an St. Rochus über 30 Jahre lang alles in seiner Macht stehende getan hat, um „seinen Chor" zu unterstützen. Einführung des neuen Pfarrers, Pastor Aloys Grüning, - der Beginn einer weiteren festen, auf Dauer angelegten, guten Beziehung zwischen dem Chor und seinem Präses.
1930 bis 1949
1930
Bau des Pfarrheims = neue Probenräume
Der Bau des Pfarrheims wird am 4. Mai 1930 fertiggestellt. Der Chor ist dankbar, die Proben von der engen, schlecht zu beheizenden und zu belüftenden Sakristei in geeignetere Räumlichkeiten -den neuen großen Pfarrsaal - verlegen zu können.
1934
Verbot für konfessionelle Gruppen, in der Öffentlichkeit aufzutreten
Ein Erlass des Regierungspräsidenten über das Verbot für konfessionelle Gruppen , in der Öffentlichkeit in jedweder Form geschlossen aufzutreten, erhitzt die Gemüter der Chormitglieder und der Pfarrgeistlichkeit! Der Erlass betrifft u.a. Prozessionsteilnahmen und die beliebten Sommerausflüge des Chores, nicht zuletzt auch den verzögerten Heimgang nach der Probe zugunsten eines Schwätzchens vor dem Pfarrheim.
1942
Die Rochuskirche wird von Brandbomben zerstört.
Am 31.Mai 1942 wird die Rochuskirche von mehreren Brandbomben getroffen und brennt mit allem Inventar, u. a. der Orgel, allem Noten- und Aktenmaterial einschließlich der seit der Gründung geführten Chronik des Kirchenchores aus.
1945
Wiederanfang des Kirchenchores
Der Kirchenchor St. Rochus nimmt nach dem Krieg seine Tätigkeit mit 14 Sängern und 12 Sängerinnen wieder auf. Viele der Chormitglieder sind noch in Gefangenschaft oder an ihren Evakuierungsorten .So gelingt der Neubeginn durch das Fehlen von geeigneten Stimmen und Notenmaterial nur mühsam. Die Gottesdienste finden im Saal des der Zerstörung entgangenen Pfarrheims statt. Wegen der beengten Platzverhältnisse und der ständigen Überfüllung singt der Chor nur an hohen Fest- und Feiertage.
1947
Gottesdienste in der Ruine
In der Ruine der Kirche wird eine Notbaracke errichtet, so dass nun auch wieder regelmäßige Gottesdienstgestaltungen möglich sind.
1948
Wiederaufbau der Rochus-Kirche
Die Sängerinnen und Sänger des Chores treffen sich zum 'Ehrenschippdienst' an der Rochus-Kirche: "Ein außergewöhnlich nasser Regen zwang aber zur vorzeitigen Beendigung dieses Ehrendienstes."
1949
Adam Rodenkirchen verlässt die Gemeinde nach 28 Jahren Tätigkeit als Organist und Chordirigent. "An seine Stelle trat eine Fräulein Annegret Overzier ...ein neuer, frischer Geist hielt Einzug!" Der Chor singt das Pontifikalamt zur Einweihung der wiedererrichteten Rochus-Kirche in Anwesenheit von Herrn Kardinal Frings.
1900 bis 1925
1900
Gründung des Kirchenchores als “Cäcilia-Verein” Anton Reinhardt als 1. Chorleiter
Im Jahr 1900 ordnet das erzbischöfliche Vikariat an, dass der Kirchengesang nur noch von eigens dazu bestimmten Kirchenchören ausgeführt werden darf. Peter Franzen hatte bereits in der vorangegangenen Zeit aus gesundheitlichen Gründen die Leitung des Männergesangvereins an seinen Schwiegersohn, Herrn Lehrer Anton Reinhardt übergeben. In dem sich nun ergebenden Richtungsstreit vermag Reinhardt nur einen Teil der Sänger für die neue Bestimmung zu begeistern. Dies führt schließlich zur Spaltung und zur Gründung des Kirchenchores, welchem 22 Herren beitreten. Dem Kirchenvorstands-Protokoll vom 14. November 1900 ist zu entnehmen, dass auf Veranlassung von Pfarrer Gerhard Bruders Anton Reinhardt mit dem Amt des Organisten und der Leitung des frisch aus der Taufe gehobenen "Cäcilia-Vereins Cöln–Bickendorf / Ossendorf" betraut wird. Einen kleinen Hinweis auf die Geschehnisse hinter den Kulissen gibt die Chronik von 1950: "Der äußere Anlass, - der Chronist darf es heute nach 50 Jahren vermerken -, war die nicht den kirchlichen Vorschriften entsprechende Ovation des Männergesangvereins bei einer Hochzeit!"
1902
Erster Chorausflug
Am 8. Juni 1902 findet der erste Chorausflug statt. Die Reise geht für damalige Verhältnisse weit bis Remagen mit Stationen in Rolandseck und Bad Godesberg.
1906
Ausrichtung des Cäcilienfestes in Köln-Bickendorf
Eine Ehre für den noch jungen Verein ist die Ausrichtung des „Cäcilienfestes der Kirchenchöre der ersten Definition" in Köln-Bickendorf. Der Festtag beginnt „Morgens 9 ½ Uhr" mit einem feierlichen Hochamt, in dem der gastgebende Chor die „Missa in honorem St. Josephi" von Johann Plag singt. "Nachmittags 4 ½ Uhr" findet eine Andacht mit vierstimmigen Gesängen aller teilnehmenden Chöre statt. Das Fest klingt "Nachmittags 6 Uhr im Saale des Herrn Müller, Häuschensweg Nr.20" mit weltlichem Programm (und sicher dem ein oder anderen Glas Kölsch!) aus.
1911
Berufung von Dechant Gerhard Bruders als Oberpfarrer nach St. Kolumba. „Mit dem größten Bedauern sahen wir unseren Präses scheiden, der elf Jahre an allem, was seinen Cäcilia-Verein betraf, regen Anteil genommen hatte." An seine Stelle tritt als Präses der neue Pfarrer an St. Rochus, Heinrich Lützeler.
1921
Kirchenchor öffnet sich für Frauen
Am 14. Mai 1921 stirbt der Chorleiter Anton Reinhardt nach kurzer, schwerer Erkrankung. „Sein Bildnis wurde auf allgemeinen Wunsch im Vereinslokale zum immerwährenden Gedenken aufgehangen". Aus diesem Anlass unternimmt der Chor statt des traditionellen Sommerausfluges eine Wallfahrt nach Kevelaer. Im Amt folgt sein Vertreter Adam Rodenkirchen, Sohn des damaligen Küsters.Adam Rodenkirchen ließ sich "mit jugendlichem Mute vom hochwürdigsten Herrn Präses die Genehmigung zum Singen in gemischtem Chore geben, um die schwache Tenorbesetzung auszugleichen...". Die Frauen halten Einzug!
1923
Am 15. Juni 1923 tritt Pfarrer Wilhelm Schreiber als Chor-Präses die Nachfolge des nach Groß St. Martin versetzten Pfarrers Lützeler an. In einer Übergangszeit von Ostern bis zum Juni liegt die Leitung des Vereins bei Kaplan Rösgen als Pfarrverwalter.
1925
25-jähriges Jubiläum
Der Chor begeht sein erstes Jubiläum mit einer feierlichen Messe, Konzert und erster Festschrift.
1949 bis 1881
1849
St. Rochus-Kirche geweiht
Am 12. August 1849 wird die Pfarrkirche St. Rochus benediziert. Die Gemeinde pflegt in den Gottesdiensten die alten Kirchenlieder. Der Choral wird in jenen Zeiten, wahrscheinlich auch an St. Rochus, von einem Cantor (oftmals dem Küster) unter Mitwirkung einiger "religiös eingestellter, stimmbegabter Herren" gesungen.
1881
Gründung eines “Männergesangvereins”
Am 10. August 1881 kommt es auf Anregung des Herrn Vikars Bartholomäus Hermanns zur Gründung eines Männergesang- Vereins, der neben der Beschäftigung mit weltlichem Liedgut auch den Kirchengesang übernehmen soll. Die Leitung wird dem Organisten, Lehrer und späteren Rektor der Bickendorfer Volksschule Rochusstraße, Herrn Peter Franzen übertragen.